Die Stand-by-Funktion an Elektrogeräten ist zugegebenermaßen eine praktische Sache. Möchte man das Gerät schnell wieder in Betrieb nehmen, braucht lediglich ein Knopf auf der Fernbedienung gedrückt zu werden und schon kann es los gehen. Die Funktion garantiert im Prinzip, dass das Elektrogerät ständig in Bereitschaft ist. Selbst dann, wenn das Gerät mehrere Wochen nicht in Betrieb genommen wurde, so schaltet sich das Elektrogerät nicht selbstständig aus.
Dass der Stand-by-Modus kaum merkbar versteckten Strom verbraucht, ist den meisten Verbrauchern erst bekannt, seitdem die Medien darüber berichteten. Bis dahin hatte ein Großteil der Verbraucher überhaupt keine Ahnung, das diese eigentlich praktische Einrichtung ein wahrer Stromfresser ist.
Besonders ärgerlich ist, dass moderne Elektrogeräte oftmals gar keinen richtigen Ausschaltknopf mehr haben und der Verbraucher zwangsläufig den Stromverbrauch in Kauf nehmen muss. Häufig sind es CD-Player, DVD-Player, Videorekorder oder das Surround-System, die selbst dann Strom verbrauchen, wenn sie direkt am Gerät ausgeschaltet wurden. Dieser unnütze versteckte Stromverbrauch kostet jeden durchschnittlichen deutschen Haushalt rund 70 Euro im Jahr.
Auch die externen Netzteile von Laptops oder LCD-Monitoren verbrauchen rund um die Uhr Strom, ohne dass der Verbraucher es bemerkt. Jetzt stellt sich die Frage, wie ein ganz gewöhnlicher Verbraucher feststellen kann, ob seine häuslichen Elektrogeräte wirklich ausgeschaltet sind oder ob sie im Stand-by weiterhin Energie verschwenden.
Die meisten Elektrogeräte signalisieren, wenn auch versteckt, dass sie Strom verbrauchen. Dies ist beispielsweise an allen Arten von Lämpchen oder Digital-Uhren erkennbar. Ein weiterer Hinweis auf fortlaufenden Betrieb ist abstrahlende Wärme des Gerätes, auch dann, wenn es schon vor längerer Zeit ausgeschaltet wurde. Auch sehr leise Geräusche, wie Summ- oder Brummtöne, weisen darauf hin, dass der Stand-by-Modus des Elektrogerätes weiter läuft.
Wer sich dennoch nicht sicher ist, ob Strom verbraucht wird, kann dies mit einem einfachen Strommessgerät überprüfen. Die recht preisgünstigen Geräte können in jedem Elektrogeschäft oder auch im Baumarkt erworben werden. Das Strommessgerät kann jedoch auch beim Stromversorger oder bei Verbraucherzentralen ausgeliehen werden.
Bei der Neuanschaffung von Elektrogeräten sollten Verbraucher darauf achten, dass ein richtiger „Aus-Schalter“ vorhanden ist. Auch sollte ein Blick auf den Stromverbrauch im Stand-by-Modus geachtet werden, denn die Werte variieren von Gerät zu Gerät um ein Vielfaches. Auch wenn das Gerät im Vollbetrieb recht wenig Strom verbraucht, wird es Ihrem Geldbeutel nicht gut tun, wenn Sie für den Stand-by-Betrieb unnötiges Geld ausgeben müssen. Wenig sinnvoll ist es, ein funktionierendes Elektrogerät durch ein Neugerät zu ersetzen. Wer jedoch ein älteres Gerät in Betrieb hat und nicht vollständig vom Netz nehmen kann, sollte die Stromzufuhr selbstständig unterbrechen. Allerdings ist es hierfür nicht nötig, nach jedem Ausschalten den Netzstecker aus der Steckdose zu ziehen. Für diesen Fall eignen sich schaltbare Steckdosenleisten, die die komplette Stromzufuhr von der Steckdose zum Gerät unterbrechen.
Wer seinen Stromverbrauch dauerhaft senken möchte, sollte darauf achten, dass auch die unscheinbaren Geräte, wie das Handy-Ladegerät, Strom verbrauchen. Beim Ladegerät ist der Stromverbrauch auch nach dem Laden deutlich zu spüren. Wird es nach dem Betrieb nicht aus der Steckdose gezogen, bleibt das Ladegerät dauerhaft warm. Nach Beendigung des Ladevorgangs ist es deshalb ratsam, das Ladegerät aus der Steckdose zu ziehen.
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