“Überförderung” des Solarstroms

SolarDie Subventionen für den Sonnenstrom werden weiter reduziert. Noch bis zum 1. Juli kann die bisherige Solarförderung von Eigenheimbesitzern in Anspruch genommen werden. Ab Juni sollen Solarflächen auf Dächern um 16 Prozent und auf Freiflächen um 15 Prozent gekürzt werden. Die Förderung von  Solaranlagen auf Ackerflächen wird abgeschafft um keine Konkurrenz zwischen Ökostrom und Lebensmittelanbau entstehen zu lassen. Anfang 2011 ist die nächste Reduzierung der Sätze geplant.

Die Subventionierung des Solarstromes verursacht Mehrkosten, die der Verbraucher über seine Stromrechnung mitbezahlt. Mit dieser Begründung wird die Neuregelung von der Bundesregierung gerechtfertigt. Derzeit erhält der Eigentümer einer kleinen Dachsolaranlage zwanzig Jahre eine Vergütung von 39 Cent. An der Börse wird Solarstrom mit fünf Prozent pro Kilowattstunde gehandelt.

Weltweit ist Deutschland der größte Markt für Anlagen, die dank der Sonne Strom produzieren. Durch den Marktpreisverfall im vergangenen Jahr boomte die Nachfrage nach Solarstrom-Modulen. Der Branchenverband BSW-Solar befürchtet nun eine Insolvenzwelle speziell in den ostdeutschen Bundesländern und damit verbunden den Verlust von tausenden von Arbeitsplätzen.

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