Der EU-Energiekommissar Günther Oettinger sieht weitere Preissteigerungen bei Strom und Gas für die Verbraucher zukommen. Hohe Investitionskosten der Energieunternehmen um sichere Netze zu schaffen ist einer der Hauptgründe für steigende Preise. Der Strompreis in Deutschland liegt dabei schon mit zwölf Cent höher wie in anderen europäischen Ländern.
Da aber viele Verbraucher nicht aktiv genug sind und zu einem günstigeren Anbieter wechseln, funktioniert der Wettbewerb nicht reibungslos. Ohne die Liberalisierung wären die Strom- und Gaspreise noch höher. Wie von der EU-Kommission in Brüssel gefordert haben erst zwei Unternehmen Netz und Vertrieb voneinander getrennt. EnBW und RWE weigern sich nach wie vor und diskriminieren damit kleinere Stromanbieter.
Fehlende Infrastruktur und zuwenig Verknüpfung zwischen den internationalen Netzen verteuern den relativ jungen Strom- und Gasbinnenmarkt. Das Geld dafür bringt nicht die EU auf, sondern ist Aufgabe der Unternehmen. Die vier großen Energieversorger RWE, Vattenfall, EON und EnBW zeigen großes Interesse am EU-Binnenmarkt.